Sonntag, 03.09.2017 Alexandroupolis – Kumkale Köyü/Çanakkale: 232 km

Schnell packen wir heute Morgen zusammen und starten, denn wir wollen so früh wie möglich an der Grenze sein. Nach wenigen Kilometern sind wir da und auf der griechischen Seite geht es relativ zügig voran. Danach fahren wir vorbei an türkischem Militär bis zum ersten Grenzposten der Türkei. Prompt landet der erste Schlagbaum auf unserer Gepäckrolle, immerhin nicht auf Mellis Kopf 😉 Das kann ja heiter werden! Doch der Grenzbeamte entschuldigt sich und möchte wissen ob unser Motorrad das erste Mal in die Türkei einreist, da dies der Fall ist werden Grüne Karte und Fahrzeugpapiere erfasst. Wir freuen uns weil alles so schnell geht, doch zu früh gefreut, es folgt Schlange stehen vor einem weiterem Grenzübergang. Hier durchsucht ein süßer Golden Retriever das Gepäck der Autos, wir vermuten aber dass dieser eher Wurst erschnüffelt als Drogen! Die Einfuhr von Fleischerzeugnissen ist hier laut den Anzeigetafeln strengstens verboten. Endlich kommen auch wir an die Reihe und nachdem nun auch unsere Pässe verlangt werden, denken wir jetzt hätten wir die Einreiseprozedur überstanden. Wir pausieren hinter dem Zoll, denn dort stehen ebenfalls 2 Motorradreisende. Phil und seine Sozia sind Australier. Ihr Motorrad haben sie nach England verschifft um nun heim nach Australien zu fahren. Es stellt sich heraus das wir uns bereits aus der „Overlanding Asia“ Facebook-Gruppe. Wir möchten in Kontakt bleiben und werden uns sicherlich unterwegs wieder sehen! Überraschenderweise folgt auch noch ein dritter Grenzübergang, wieder müssen wir sämtliche Unterlagen vorzeigen und nun haben wir es auch wirklich geschafft, wir sind in der Türkei! An einer Tankstelle halten wir und ruhen uns auf der einzigen Sitzgelegenheit im Schatten aus, als sich eine türkische Familie zu uns an den Tisch gesellt. In unserm Heimatland eher ungewöhnlich sich zu Fremden an einen Tisch zu setzen, aber wir können es ihnen in der Hitze hier nicht verübeln, freuen uns über die Gesellschaft lächeln ihnen freundlich zu. Der Vater packt eine Tüte voller Backwaren aus und reicht wie selbstverständlich auch uns jeweils eine der Köstlichkeiten. Uns bleibt nichts anderes übrig als zuzugreifen und uns zu bedanken! Welsch herzlicher, erster Kontakt mit den einheimischen der Türkei!

Von Asien trennt uns jetzt nur noch die Fährfahrt durch die Meerenge der Dardanellen. In Eceabat besorgen wir uns türkische Lira und trinken einen türkischen Kaffee, bevor es dann für uns das erste Mal mit Gregor auf eine Fähre geht. Etwas nervös ergattern wir kurz vor der Abfahrt noch unser Ticket, fahren angespannt auf die Fähre, doch alles läuft problemlos ab! Die Fahrt dauert nur ca. 15 Minuten und im Anschluss befinden wir uns in der quirligen Stadt Çanakkale. Diese verlassen wir schnell und landen am frühen Nachmittag in einem kleinen Bauerndorf, indem die Hühner über die Straße laufen und alles sehr beschaulich wirkt. Hinter dem Dorf finden wir sogar einen kleinen Strand mit Restaurant. Dort relaxen wir ein Weilchen bei Eis und kühlen Drinks. Ein Einheimischer kommt vorbei und bringt uns eine „speciality from the mountains“: viele kleine, köstliche Beeren und dazu noch genau drei Kartoffelchips!? 😉 Ob wir hungrig ausgesehen haben? Vielleicht nicht, sonst hätten wir bestimmt mehr Chips bekommen!

Abends finden wir in einem Olivenhain ein Plätzchen zum Zelten, doch zum Lager aufschlagen ist es noch etwas früh. In der Dämmerung kocht uns Matze Abendessen und plötzlich werden wir von hunderten kleinen Stechmücken attackiert. Total genervt von den Viechern und den fiesen Stichen bauen wir unser Zelt auf. Wir essen heute dann auch lieber im Zelt! Nachts haben wir ein ungutes Gefühl, es fahren viele Autos oder Traktoren an unserem vermeintlich guten Zeltplatz vorbei. Und neben den Gesängen des Muezzin hören wir immer wieder Glocken von Ziegenherden und Rufe des Hirten. Zum Glück bleiben wir aber von nächtlichem Besuch verschont!

 

Montag, 04.09.2017 Kumkale Köyü/Çanakkale – Pamukkale: 485 km

Auf unserer heutigen Fahrt geht es kilometerweise an Melonenfeldern vorbei, und entlang der Straße steht ein mit Melonen überladener Verkaufsstand nach dem Anderen. Gerne hätten wir uns eine geholt, aber die Teile sind viel zu riesig für uns und Gregor! In dem Ort Burhaniye/Balıkesir fahren wir durch die Seitenstraßen, denn wir möchten nicht immer nur an Raststätten halten und außerdem auch eine Pausengelegenheit mit Internet finden. Wir finden ein hübsches Aparthotel (Asil Apart Otel) und nehmen dort Platz. Der Besitzer des Hotels spricht Deutsch und seine Frau ist ganz aus dem Häuschen nachdem er ihr übersetzt, dass wir mit dem Motorrad aus Deutschland hierhergekommen sind und normalerweise in unserem Zelt übernachten. Wir werden auf unsere Getränke eingeladen und bekommen noch Kekse serviert 😉

Unser Weg führt uns immer weiter Richtung Süden. Wir fahren durch ein Gebiet, in dem soweit das Auge reicht Tafeltrauben angebaut werden. Gerade ist Erntezeit der Hauptsorte! Am Nachmittag können wir bereits von weitem unser Ziel in den Bergen erkennen:  Die weißen Kalksinterterrassen von Pamukkale. Diese sind über Jahrtausende durch kalkhaltige Thermalquellen entstanden und stehen auf der Liste des UNESCO Weltkulturerbes. Morgen möchten wir sie besichtigen, also fahren wir auf einen Campingplatz (Tepe Camping), 6 km oberhalb der Terrassen in den Bergen gelegen. Wir schlagen unser Zelt direkt am Rand des Platzes auf und genießen am Abend eine wunderschöne Aussicht auf das Tal.

 

 

Dienstag, 05.09.2017 Pamukkale: 0 km

Heute besichtigen wir die Terrassen von Pamukkale und die dazugehörige historische Stätte Hierapolis. Der Eintritt kostet pro Person 35 Lira und man kann einen Teil der mit mineralischem Thermalwasser gefüllten Becken betreten, allerdings nur barfuß. Zuerst befürchten wir auf dem nassen Fels zu rutschen, aber man hat hier unglaublich guten Gripp. Wir finden ein Becken fast für uns alleine, baden im Heilwasser und schmieren uns sogar mit dem Mineralschlamm ein, Naturwellness pur 😉 Vielleicht hilft die Schlammpackung ja auch gegen den Sonnenbrand den Melli hier in Pamukkale bekommen hat! Bevor wir zurück auf den Campingplatz fahren, decken wir uns im Dorf noch mit Brot, türkischer Wurst, Käse und Kartoffeln ein. Was wir für Käse hielten entpuppt sich allerdings als eine Art Quark, aus dem Matze mit Knobi, Olivenöl und Gewürzen einen leckeren Dip zu unserem Brot zaubert. Die Wurst stellt sich als Glücksgriff heraus, sie schmeckt unglaublich gut! Nachmittags arbeiten wir am Laptop, ruhen uns aus und genießen die großartige Aussicht von unserem Camp aus. Zum Abendessen kochen wir die frischen Kartoffeln. Gemeinsam mit dem Rest Dip, der Wurst, der tollen Aussicht und einem türkischem Bier ein richtiger Festschmaus!

Mittwoch, 06.09.2017 Pamukkale- Faralya: 277 km

Wir fahren in Richtung Mittelmeerküste, zum Einen haben wir wieder Lust auf Meer und zum Anderen möchten wir nach Antalya. Matze ist etwas bekümmert um Gregors Kupplung und in Antalya gibt es eine BMW Werkstatt. Doch bevor es nach Antalya geht, fahren wir an die lykische Küste. Auf dem Weg dorthin finden wir eine Traum-Motorradstrecke: bester Asphalt, kaum Verkehr und eine herrliche Berglandschaft. Auch die lykische Küste ist ein Traum, die Küste ist gesäumt von herrlich grünen, mit Pinienwäldern bedeckten Bergen, oft geht es von diesen aus steil runter bis ans türkisblaue Wasser. Als wir an dem von uns im Voraus ausgesuchten Campingplatz ankommen, steht für uns beide aber schnell fest: Nix wie weiter! Die Bucht ist zwar wunderschön, aber auch super überfüllt und auf dem Campingplatz herrscht Trubel, es ist laut und uns auch viel zu groß. Wir fahren weiter in Richtung Fethiye. Den berühmten und beliebten Strand bei Ölüdeniz betrachten wir unterwegs von der hochgelegenen Küstenstraße aus. Dieser wunderschöne Strand ist kilometerlang, es gibt eine Art Landzunge und eine Lagune, das Wasser ist türkisfarben und geht weiter draußen in kräftiges Blau über. Dummerweise gibt es hier auch ein Hotel nach dem Anderen. Die Straße über die wir weiterfahren schlängelt sich malerisch durch die grünen Pinienwälder immer oberhalb des Meeres entlang. Wir versuchen zwei weitere, bereits rausgesuchte Campingplätze zu finden, was leider nicht so einfach ist. Der Eine ist nicht ausgeschildert, laut Navi sollen wir für den anderen die Steilküste über einen sandigen Pfad runterfahren, mit der schweren Maschine trauen wir uns das nicht zu! Ein türkischer Motorradfahrer auf einer 125 ccm Enduro versucht sein Glück, wir warten, er kommt zurück und schüttelt den Kopf! Wir sind etwas planlos, am Ende mit den Nerven, Melli geht’s richtig schlecht. Vielleicht ist es ein Sonnenstich, heute ist es extrem heiß und wir sind viel in der Sonne. Wir fahren hin und her, es gibt keinen Supermarkt in der Nähe und wir sehen auch keine Möglichkeit hier in der Gegend zu Zelten. Verzweifelt fragen wir bei einem teuren Resort, ob wir vielleicht dort zelten dürfen für eine Nacht oder ob sie uns weiterhelfen können. Der Angestellte telefoniert mit dem Besitzer und dieser empfiehlt uns zur Faralya Botanica zu fahren, dort kämen wir ohne Probleme mit der Maschine hin! Die Faralya Botanica stellt sich als kleiner, versteckter Garten Eden mit Meerblick an der Felsküste heraus! Es gibt hier, umgeben von Obstbäumen und Trauben, Steinhäuschen zum Mieten, und eingerichtete Zelte auf einer Plattform. Melli versucht noch mit dem Besitzer Nuri zu verhandeln, doch es bleibt bei 35 € pro Nacht im fertigem Zelt inklusive Frühstück. In unserm eigenen Zelt müssten wir das Gleiche zahlen. Wir wollen und können nicht mehr weiter suchen, Melli hat wirklich einen Sonnenstich und so bleiben wir trotz des für uns teuren Preises! Matze muss Melli samt Klamotten zur Abkühlung unter die Dusche stellen, welche übrigens draußen umgeben von Bambus angelegt ist, super schön! Es gibt hier zudem überall frisches Quellwasser zum Trinken, und so kann Melli viel trinken, sich direkt ins fertige Zelt legen und schlafen!

 

Donnerstag, 07.09.2017 Faralya Botanica: 0 km

Der heutige Tag beginnt mit einem liebevoll, aus frischen Zutaten angerichtetem Frühstücksbuffet: Es gibt allerlei Köstlichkeiten aus der Region, Gemüse und Obst aus dem eigenen Garten, Rührei und Nuri macht uns sogar French Toast. Wir beschließen trotz des Preises noch einen weiteren Tag in der Faralya Botanica zu bleiben, damit wir uns ausgiebig erholen können und dieses schöne Fleckchen noch richtig erkunden und genießen können. Die große Holzplattform mit Sicht aufs Meer ist perfekt für Yoga. Hier gibt es neben der schönen Bambusdusche zum Beispiel Hühner, viele Hängematten, kuschelige Sitzgelegenheiten und die Möglichkeit für 10 € von Nuri ein Abendessen mit lokalen Spezialitäten gekocht zu bekommen. Es wachsen die von uns so geliebten Feigenbäume, Limetten, Avocados, Kaktusfeigen, Haselnüsse und überall Unmengen von köstlich süßen Trauben- wir dürfen von Allem naschen 😉 Melli ist mittlerweile Profi im überall Feigenbäume entdecken und ernten geworden! Ein versteckter, verschlungener Pfad führt uns durch den Wald und über Felsen bis zum Aktas Beach, der eher eine kleine, romantische Bucht ist, wo wir den halben Tag verbringen und uns gut erholen. Auf dem Rückweg entdecken wir eine Schildkröte! Endlich können wir mal eine in Ruhe betrachten, das geht bei den Exemplaren die über die Straße schleichen leider nie. Diese hier ist zum Glück nicht sehr scheu und springt nicht direkt ins Geäst. Zum Sonnenuntergang nutzt Melli die Holzplattform dann auch wirklich zum Yoga. Bei Kerzenschein gönnen wir uns im Anschluss das Abendmenu von Nuri: Nach einer orientalischen Kürbissuppe bekommen wir Salat, geröstete Paprika, Meze und frischen gegrillten Fisch und Hähnchen mit Rosmarinkartoffeln serviert. Köstlich!

 

Freitag, 08.09.2017 Faralya- Antalya: 220 km

Schweren Herzens verlassen wir den kleinen Garten Eden und die schöne lykische Küste. Antalya heißt unser heutiges Ziel. Leider finden wir so kurzfristig dort keinen Couchsurfing Host, aber ein kleines Hotel für 15 € die Nacht. Das Zimmer ist einigermaßen sauber, hat drei Einzelbetten und das Bad ist auf dem Flur, aber Gregor kann direkt an der 24 Stunden bewachten Rezeption parken! Und wir können ihn sogar von unserm Zimmer aus sehen, super! Wir sind müde von der Anfahrt, schlendern daher nur etwas durch das Viertel und gehen bei einem Imbiss essen: Es gibt nur vier Gerichte zur Auswahl, der Wirt spricht kein Englisch und unser Türkisch reicht nicht aus um seine Erklärungen zu verstehen. Also bestellen wir einfach die ersten drei Gerichte auf der Karte und lassen uns überraschen. Uns wird zuerst eine Suppe serviert, Matze kostet und grinst: „ Die esse ich wohl schon mal alleine!“ Es sind Innereien drin, auch Lammhirn. Melli kostet tapfer und isst auch einen großen Teil davon mit. Als nächstes bekommen wir Kebab, das wird hier allerdings nicht so serviert wie in Deutschland. Hier in der Türkei ist Kebab gegrilltes Fleisch, meistens Lamm, auf „Pide“ (Fladenbrot) serviert und dazu etwas gegrillte Paprika, Tomaten und gegarten halben Zwiebeln. Das dritte Gericht entpuppt sich als Salat aus weißen Bohnen, verfeinert mit Ei und angemacht mit Tahin, super interessanter Geschmack! Zusätzlich bekommen wir noch einen Salat aus Tomaten, Gurken und rohen Zwiebeln. Nachdem wir alles brav verputzt haben bringt uns der Wirt auch noch das vierte und somit letzte Gericht auf der Speisekarte, das wir gar nicht bestellt hatten. Aber er erklärt uns es sei die Spezialität des Hauses und es geht zusammen mit türkischem Tee dazu für uns aufs Haus: Helva, eine warme, mit Zimt bestreute Süßspeise, die schmeckt wie der köstlichste Zimtwaffelteig! Von den türkischen süßen Versuchungen bekommen wir nicht genug, auf dem Rückweg ins Hotel kommen wir noch an einem Geschäft vorbei wo Unmengen von „Turkish Delight“ und Nüsse verkauft werden und wir holen uns einige Leckereien und Datteln.

Samstag, 09.09.2017 Antalya – 80 km vor Konya im Wald: 232 km

Nachdem wir uns beim Bäcker um die Ecke mit frischen türkischen Backwaren eingedeckt haben steht unser Besuch bei BMW Antalya an. Schnell ist Jemand gefunden der englisch spricht. Wir möchten wissen was ein Ölwechsel kostet und bitten darum dass die Kupplung mal gecheckt wird. Matze gibt dem Mitarbeiter den Schlüssel und in klimatisierten Räumen bei Wasser und türkischen Tee warten wir ab. Nach einer Weile die erste schlechte Nachricht: Der passende Ölfilter ist nicht vorrätig, Lieferzeit ca. 2 Tage aus Istanbul. Naja, den Ölwechsel können wir auch woanders noch machen. Und die Kupplung? Wir müssen weiter warten. Erstmal ist jetzt Mittagspause angesagt. Danach erfahren wir, dass der Kupplungssatz ebenfalls nicht lieferbar ist und auch aus Istanbul bestellt werden muss. Aber der Mechaniker hat die Kupplung noch nicht durchgecheckt. In der Zwischenzeit schauen wir schon mal online nach Hotel Alternativen und Couchsurfing Hosts… Dann kommt der Mechaniker zusammen mit dem englisch sprechenden Mitarbeiter, und dieser übersetzt dass soweit mit der Kupplung alles in Ordnung zu sein scheint und dass er gerne gemeinsam mit Matze eine Probefahrt machen will. Nach der Probefahrt erhalten wir folgende Diagnose: Mit der Kupplung sei soweit noch alles in Ordnung und sie wird mit Sicherheit noch 5.000 km ohne Probleme halten! Puh, jetzt sind wir erleichtert. Eine neue Kupplung bei BMW Antalya würde uns übrigens schlappe 1.700 € kosten. Wir recherchieren derzeit ob wir uns einen günstigen Kupplungssatz aus Deutschland irgendwohin schicken lassen können oder ob wir unterwegs vielleicht einen finden können. Aber für heute ist das Problem erstmal vom Tisch und wir verlassen nach über 3 Stunden ohne etwas zahlen zu müssen die BMW Filiale. Unser nächstes Ziel ist das berühmte Kappadokien, aber bis dorthin sind es noch über 500 km. Zu viel für heute, denn es ist mittlerweile schon nach 14 Uhr. Die Strecke führt uns durch die Berge, vorbei an unzähligen Straßenständen an denen Honig verkauft wird. In einem kleinen Dorf in den Bergen machen wir nachmittags halt und bestellen „Balik“ (Fisch) und „Köfte“ (gegrillte Hackbällchen). Auch dazu bekommen wir wieder Pide und einen Salat aus Tomaten, Gurken und Zwiebeln serviert. Wir decken uns noch mit Wasser und Brot ein und suchen uns im Verlauf der Strecke vor der Stadt Konya einen Platz zum campen. In einem bewaldeten und felsigen Gebiet finden wir eine Seitenstraße von der eine kleine Schotterpiste abgeht. Nach kurzer Zeit sind wir außer Sicht- und Hörweite der Straße und finden ein hübsches Plätzchen für unser Nachtlager. Dieses Mal hören wir auch keinen Muezzin und nur aus weiter Ferne vereinzelt ein paar Ziegenglocken läuten. Ansonsten ist es mucks Mäuschen still, doch in abends fallen Schüssen- Wie unheimlich! Später erfahren wir allerdings, dass hier viel mit Schrot!? auf Büchsen geschossen wird, also wohl halb so wild!